Lammwolle bietet schonenden Tragekomfort

Lammwolle ist bekannt als Wollsorte, die sehr wenig kratzt. Es handelt sich um die Wolle, die ein Schaf innerhalb seines ersten halben bis ganzen Lebensjahres abgibt. Diese ist besonders weich. Bis zu einem Drittel des Eigengewichts kann diese Wolle an Feuchtigkeit aufnehmen – feucht fühlt sie sich jedoch dann nicht an. Das natürliche Wollwachs (nämlich das Lanolin) lässt Wasser nicht eindringen – umgekehrt jedoch Wasserdampf (nämlich Schweiß) wird von innen nach außen transportiert. Lammwolle ist zugleich temperaturausgleichend und atmungsaktiv – stets erzeugt sie am menschlichen Körper ein Wohlbefinden, bei zu heißen Temperaturen wirkt sie kühlend und natürlich umgekehrt. Ähnliches leistet Merinowolle bei der richtigen Pflege.

Merinowolle – auch generell kratzfrei

Welche Wolle kratzt am wenigstenBeim Merinoschaf hingegen handelt es sich um einen Wolllieferanten, aus dessen Rohstoff sich auch bei erwachsenen Tieren kratzfreie Kleidung herstellen lässt. Merinowolle ist sehr weich und extrem fein – der feuchtigkeits- und wärmeregulierende Effekt ist hier in allen Fällen deutlich festzustellen. Keine elektrostatische Aufladung kann sich ergeben – natürlich gilt dies nur für hundertprozentig reine Wollprodukte. Rund 40 Prozent der weltweiten Wollproduktion werden aufgrund der hochwertigen Qualität von Merinoschafen geliefert – vorwiegend handelt es sich hier um australische Zuchtfarmen. Merinowolle wird als besonders weich und anschmiegsam empfunden, ist jedoch auch besonders strapazierfähig. Dies qualifiziert gerade diese Sorte für wollene Unterwäsche.



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Die Reinigung von Wolle und das Erhalten der positiven Eigenschaften

Dennoch wird im Rahmen ernstzunehmender Pflegetipps darauf hingewiesen, man möge Wolle nicht oder kaum waschen. Nach gewöhnlichem Tragen – ohne dass sich klar erkennbare Verschmutzungen, Verfärbungen oder beinahe Beschädigungen am Kleidungsstück bilden – möge man die Wollkleidung lediglich im Freien oder in Heizungskellern hängend trocknen lassen. So läuft sie nicht ein.

Dass Kleidung regelmäßig, nämlich beinahe täglich oder zumindest wöchentlich maschinell zu waschen ist, ist auf die Verkaufsabsichten der beteiligten Produkthersteller (Waschmaschinen, Waschmittel, synthetische Kleidungsstücke, Weichspüler, etc.) zurückzuführen.

Einen tatsächlichen Nutzen hat dieses Streben nicht – hundertprozentige Wollkleidung bedarf dieser übertriebenen Pflege nicht und ist nur bei hohen Verschmutzungsgraden professionell zu reinigen. Andernfalls “perlt” körpereigener Schweiß – oder auch Regenflüssigkeit oder ähnliches – beim Trocknen vollständig ab. Unter Berücksichtigung dieser Zusammenhänge lässt sich die Anschmiegsamkeit bzw. das Merkmal, dass kein Kratzen spürbar ist, auch langfristig bei Merino- und Lammwolle aufrecht erhalten.